7
Jun
2007

merkel vs greenpeace

es dürfte sich wohl schon rumgesprochen haben, dass die g8 ihren "großen erfolg" feiern, dass sie sich einigen konnten, es "in erwägung zu ziehen", vielleicht bis 2050 den co2-ausstoß zu halbieren. wunderbar. so retten wir ganz bestimmt die welt. aber neben diesem gequirlten unsinn gab es noch ein kleines highlight betreffend arroganz der macht.

bei der verkündigung ihres "großen erfolges" wurde angela merkel von einem reporter gefragt, inwieweit die g8-teilnehmer etwas von den zahlreichen protesten mitbekämen, ob sie sich belagert fühlten und dass ja greenpeace versucht hat, mit booten zum gipfelort zu kommen, um für den klimaschutz zu protestieren. nachdem merkel erstmal erzählte, dass beim gipfel alles schön sei und man sich von den vorgängen draußen nicht gestört fühle, musste sie sich dann unbedingt noch über greenpeace lustig machen: "greenpeace hat auch schon seriösere aktionen gemacht. hoffentlich haben sie nicht zu viele treibhausgase ausgestoßen mit ihren booten."

hline

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Nachtblau - 7. Jun, 18:23

Naja, mindestens soviele wenn nicht sogar weniger wie die dicken Autos, mit denen gestern zum Dinner ins Schloss gefahren werden musste... ich frag mich echt wozu die ihr tolles abgesperrtes Gebiet haben, wenn sie zum Essen dann doch wieder rausfahren, sinnlose Verschwendung von Steuergeldern.

NBerlin - 8. Jun, 11:26

Frau Merkel ist witzig? Ich bin erschüttert! ;-)

Bella-Zitronella - 9. Jun, 19:43

Tja, wer es nötig hat, sich über andere lustig zu machen, will meist über seine eigenen Fehler hinwegtäuschen. Frau Merkel hat es anscheinend nötig.

Schade, dass so eine unnangebrachte, hirnlose, gequirlte Sch**** aus dem Munde einer Frau kommt, die eigentlich "Vorbild" sein sollte.
Hannah36745 (Gast) - 10. Jun, 20:22

Die Aktionen sprechen Greenpeace und Polizei und Politiker vorher miteinander ab. Dient nur zur Show. Zu sonst nichts. Deshalb landen die Greenpeace-Akteuere auch nie in den Knast.

Apropos G8: Nordrhein-Westfalen hat einen Antrag gestellt, mehr Schadstoffe beim Kohleabbau in die Luft zu schleudern. Welch ein Hohn! Tier- und Umweltschutz sind in Deutschland nur eine Lachnummer. Es geht in Wahrheit nur um die Interessen der Großindustrie - und die pfeift auf Klimaschutz. Es wird sich darin kaum etwas ändern, nur daß dem Steuerzahler wieder mehr Steuergelder aus der Tasche gezogen wird.

Manuel (Gast) - 12. Jun, 10:37

Mal kurz zum Thema Klimaziele...

....Deutschland hat sich ja verpflichtet 20% CO2 weniger auszustoßen.
Klingt ja erstmal gar nicht so schlecht, wenn da nicht das Kleingedruckte wäre.
Als Basiswert dieser 20% dient der Co2-Ausstoß aus dem Jahre 1990!!! Auf gut deutsch hat Deutschland diese 20% fast schon alleine durch das plätten der Ostindustrien Anfang der 90er erreicht, echte klimapolitische Maßnahmen fanden fast nicht statt-welch ein Hohn....

Eines muß aber, bei aller berechtigten Kritik an unseren Machthabern auch klar sein: Klimaschutz ist kein Zuschauersport (keine Ahnung von wem dieser Satz stammt aber ich find ihn gut). Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen müssen wir unsere Gewohnheiten massiv ändern.

-Wir haben uns daran gewöhnt zu jeder Jahreszeit alle Sorten Obst in den Lebensmittelläden zu finden, die dann entweder tausende von Kilometern transportiert oder über Monate in Kühlhäusern eigelagert wurden, beides verbläst Tonnen von Co2
-Einmal in den Urlaub nach Malle verbläst pro Passagier etwa soviel Co2 wie 6 Monate Auto fahren
-IKEA-Möbel mögen ja recht günstig sein und aus echtem Holz sind sie auch noch-leider bezieht IKEA sein Holz größtenteils aus Russland wo das Wort "Wiederaufforstung" nicht existiert

Da ich persönlich nicht an die Vernunft von Menschen glaube (dafür kenn ich mich auch selbst gut genug) hier mal ein paar Vorschläge:

1. Verstaatlichung des Schienennetzes der Bahn. Wenn der Staat für den Straßenbau aufkommt muss er auch für das Schienennetz sorgen wenn die Bahn jemals konkurenzfähig und bezahlbar sein will
2. Berechnung der KFZ-Steuer nicht anhand des Hubraums sondern anhand des CO2 Ausstoßes
3. Verbot des Imports von Hölzern oder Holzprodukten in die EU, die aus nicht wiederaufgeforsteten Wäldern stammt
4. Versteuerung von Flugbenzin
5. Co2 -Abgabe auf Importartikel oder Ersatz der Mehrwertsteuer durch verbrauchsabhängige CO2-Abgabe (wird aber schwer zu berechnen)
6. Kein Biosigel für Produkte, die entwedere lange gelagert oder aus Übersee importiert wurden
7. Abschaffung von steuerlich subventionierten Firmenwagen oder zumindest (wie in England erfolgreich praktiziert) eine CO2 Grenze für Firmenwagen

Man kann die Liste sicher noch erweitern, das ist nur das was mir spontan eingefallen ist.
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