7
Okt
2006

57 jahre ddr

heute vor 57 jahren wurde die deutsche demokratische republik (ddr) gegründet. zehntausende leute zogen mit fackeln durch berlin, um ihren neuen chefs namens wilhelm pieck und walter ulbricht zu huldigen. der kalte krieg hatte ein neues kind geboren.

"im neuen atlas fehlt ein staat
von einer ganz besondren art,
ja zwischen brd und polen,
da wurde ein land gestohlen"

[feeling b * ich such die ddr]

hline

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in-cognito - 7. Okt, 13:44

ja....

heut wärs eigentlich wieder soweit...
nationalfeiertag...

darkrond - 7. Okt, 14:45

wobei ich gestehen muss: mit national-feiertagen hab ich es nicht so. aber nachdem ich diesen tag in kindheit und jugend mit dem tragen von transparenten oder winkelementen verbringen durfte, was ich damals auch noch gern und mit stolzgeschwellter brust tat, hat sich da wohl was im kopf festgesetzt, was mich beim 7. oktober automatisch an den "tag der republik" denken lässt. ob man sowas prägung oder präadoleszente gehirnwäsche nenne mag, sei eine frage persönlichen gustos. :)
in-cognito - 7. Okt, 15:13

wem sagen sie das...

ja,man war beleidigt,wenn man was ausgefressen hatte und danach als strafe in derr hintersten reihe stehen musste...
aber so war das eben...
es ist ein teil unseres lebens...
C. Araxe - 7. Okt, 13:46

Ostalgie, ick hör dir trapsen. *g*

in-cognito - 7. Okt, 14:40

von ihnen frau araxe

hätt ich fast ähnliches erwartet...tz...
C. Araxe - 7. Okt, 15:03

Nö, wenn ich an die offiziellen Feierlichkeiten damals denke, dann war das nie etwas, mit dem ich mich identifizieren konnte, auch wenn ich mich ganz eindeutig als Bürger der DDR gesehen habe.
darkrond - 7. Okt, 15:06

tja, und ich als braver agitator bei pionieren und fdj bin damals tatsächlich mit banner und stolzgeschwellter brust an der tribüne vorbeimarschiert und fand das ganz toll. das nachdenken über derartige rituale fand bei mir leider erst statt, als das system in trümmern lag.
in-cognito - 7. Okt, 15:17

weil

man das andere nicht wirklich kannte.
für uns war es das normalste der welt.
auch wenn viele "ungeweihte" leute es nicht begreifen können...
aber es war eben so.
es war unser leben.
C. Araxe - 7. Okt, 15:31

Jede Form von Menschenmassen war mir jedenfalls schon von klein auf suspekt. Dadurch habe ich ja nicht gleich das System in Frage gestellt. Fragen stellten sich dann aber irgendwann doch ein. Und selbst in einem Stabü-Buch, entsinne ich mich, gab es am Rande Kritik.
in-cognito - 7. Okt, 15:36

massenaufläuffe

wie es sie in berlin oder in anderen großstädten gab kann ich nicht beurteilen.ich komm aus nem beschaulicherem teil des landes.
und dann noch vom dorf...
aber ich kann mich entsinnen,das ich glaube 1988 nach berlin aufs jugendtreffen fahren sollte und ich fast wahnsinnig wurde,weil es dann doch nicht geklappt hat...
C. Araxe - 7. Okt, 15:41

Naja, bei mir war es so, dass damals keiner zu dem Fackelumzug zum 40-jährigen Jahrestag nach Berlin wollte.

Wie alt waren Sie denn damals?
in-cognito - 7. Okt, 15:58

1988 war ich so 13/14...
aber das war nicht der 40.jahrestag...
der war 1989...
ich weis nicht mehr was es für ne veranstaltung war.
nur noch,das es zu diesem anlass die neuen klamotten gab,
und ich stolz wie bolle war,das ich sie hatte...
irgend n jugendtreffen war das...
darkrond - 7. Okt, 20:09

tja, ich war halt auf ner russisch-schule in neubrandenburg. da war die sozialistische arbeiter- und bauern- welt noch in ordnung in den köpfen von lehrern und schülern. ich kann mich nur an eine relegation von der schule erinnern, als einer der schüler nicht in die fdj eintreten wollte. aber ansonsten scheint ihn tatsächlich keiner verstanden zu haben. ich zugegebener maßen damals auch nicht.

allerdings dieses "das war halt so" finde ich zu kurz gegriffen. ich kann mich ja gern mit meiner jugendlichen naivität rausreden. aber wenn heute leute die ddr wieder haben wollen, und die scheint es ja zu geben, dann fällt mir da verständnis schwer. (auch, wenn ich den heutigen kapitalismus auch nicht haben will.)

C. Araxe - 7. Okt, 20:11

Letzter Absatz: Sie sagen es!
in-cognito - 7. Okt, 20:44

da stimme ich auch voll und ganz zu...

schon allein wegen der menschen die ich nie
kennen und lieben gelernt hätte...
wegen vielem anderen,das ich nicht mehr vermissen möchte...
darkrond - 8. Okt, 16:33

ist euch eigentlich aufgefallen, dass die wessis bei diesem beitrag auffallend still geblieben sind? (haben die nicht sonst immer und überall eine meinung? *g*)

nessy - 8. Okt, 18:01

Dann will ich mal meine Meinung kundtun, tu ich schließlich sonst auch immer ungefragt *g*: Schwelg Du ruhig in Erinnerung. Würde ich wohl auch. Ist das nicht irgendwie wie Weihnachten? Man muss nicht gläubig sein, um es unter dem Weihnachtsbaum schön zu finden. Wenn es plötzlich keine Tannenbäume mehr gäbe, wäre ich am 24. Dezember auch wehmütig.
darkrond - 8. Okt, 19:44

ich find den vergleich zwar wahrlich eher schief als eben, aber so ein "gibt's nicht mehr"-erlebnis hatte ich tatsächlich. nach dem 1. juli 1990 konnte man in der ddr ja noch ein paar wochen übergangsweise mit ost-münzen bezahlen. das tat ich denn auch täglich an meiner stamm- eisdiele. "einmal softeis. nur vanille. mittlere portion. wie immer." das machte dann 80 pfennig. und eines tages im juli meinte der arsch bloß: ich nehm dein geld nicht. kein westgeld. kein eis. mann, fand ich das scheiße. bei stammkunden kann man doch vorher bescheid sagen. ich hab bei dem arschloch nie wieder ein eis gekauft.
nessy - 8. Okt, 20:02

Das zeigt's mal wieder: Uns Wessis fehlt einfach das Verständnis für die Ost-Kultur. ;-)
Dem Kollegen Eisverkäufer fehlten 1990 sicherlich noch die kapitalistischen Grundsätze von clientorientiertem Relationship Marketing.
darkrond - 8. Okt, 20:05

oder er hat einfach die service-standards von t-com, gls und deutscher bahn vorweggenommen...
nessy - 8. Okt, 20:18

Du meinst, er war seiner Zeit voraus? Vom Gestern direkt ins Morgen? Denkbar.
darkrond - 8. Okt, 20:43

naja, nicht ganz. die großen unternehmen von heute nehmen, auch wenn sie keine leistung erbringen, zumindest das geld der leute. (aber es war ja nunmal bloß ostgeld, das er nicht nehmen wollte, vielleicht erklärt das den unterschied.)
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