4
Sep
2006

celewen kriegt haue

hallo liebe lesende, wie ihr wisst, war ich mit dem zwerg thorwalgh des nachts auf dem weg zur burgruine von docht. dort waren, wie wir dachten, unsere kameraden bereits damit beschäftigt, untotes treiben zu beenden. der legende nach soll sich nämlich vor fünfhundert jahren ein baron (der sich auch noch mit den echsenmenschen verbündet hatte) daselbst verbrannt haben, als er gegen die eindringenden truppen der menschen keine chance mehr sah. und seitdem treibe er dort sein unwesen. so hatten es uns der wirt des gasthauses "zum eber" und der ortsansässige priester des aserod übereinstimmend erzählt. der priester war deshalb auch mit unseren kameraden hinauf zur burgruine gekommen, um gemeinsam mit navealea dafür zu sorgen, dass aserod die rastlose seele zu sich nehmen möge.

so kamen wir, thorwalgh und ich, also dort oben an. und sahen unsere freunde in untätigkeit herumlungern. wie sie uns erklärten, hätten sie böse magie gespürt, flüstern gehört und ansonsten ausßer erkundungen nichts erreicht. nun sollte thorwalgh im saal der burg nach geheimen türen und ähnlichem suchen, aber auch er fand nichts. ansonsten gab es noch eine tür, die in dunkelheit hinab führten. mir wurde erzählt, dass die truppe versucht habe, hinab zu steigen, aber kein ende erreichen konnte. statt dessen seien ihre fackeln irgendwann einfach ausgegangen und sie hätten im dunkeln gestanden. und nicht nur das: der weg hinauf sei doppelt so lang gewesen wie der hinab. (jaja, dachte ich mir, bergauf kommt mir auch immer doppelt so lang vor wie bergab. aber das behielt ich für mich.)

als wir im saal standen, kam irgendwer auf die idee, dass wir den weinkeller der burgruine noch nicht durchsucht hätten. ach, ich bin gebranntem und gegorenem ja nicht sonderlich gewogen, aber vielleicht würden wir dort ja einen anhaltspunkt finden. also gesagt getan, wir gingen zum weinkeller. der war in der tat imposant. voller flaschen und fässer. und die waren seit vermutlich fünfhundert jahren unberührt. wir durchsuchten also diesen keller, aber fanden nichts, was uns weiterhelfen konnte. aber.

aber natürlich war dies ein ort, an dem jarwam sich nicht zurück halten konnte. eines der regale war mit gebranntem aller art vollgestellt. und falls ihr, liebe leser es vergessen haben solltet, der krieger jarwam ist gebrannten getränken weit über das gesunde maß hinaus zugetan... er erklärte also prompt, er wolle von jeder der hier gelagerten sorten "probieren". und es waren fast dreißig sorten branntwein. kurz und gut: jarwam kündigte an, sich an ort und stelle besaufen zu wollen.

das war mir zu viel. wir stehen in einer alten burg, umgeben von böser magie, wollen einen vor fünfhundert jahren verbrannten untoten ins reich der toten schicken, und der kerl fängt an zu saufen! ich hasse branntwein! er macht die menschen zu törichten sabbernden kranken! nein, das kann nicht angehen! jarwam hatte bereits einige flaschen und krüge "gekostet", als mir der kragen platzte. ich nahm eine flasche und schlug sie kaputt. ich musste dem närrischen treiben einhalt gebieten.

whamm! ein wahnsinnshieb ließ mich durch den halben keller fliegen. dieser miese dreckskerl hat es doch tatsächlich fertig gebracht, eine frau zu schlagen! noch leicht benommen, verfluchte ich die geistigen getränke und die menschen, die sich ihnen hingeben.

gegen einen mächtigen krieger, auch wenn er angetrunken ist, konnte ich nichts ausrichten. der würde weiter saufen, da konnte ich machen, was ich wollte. ich war geladen wie das gewitter über der burg. in dieser mordsstimmung zog ich ab, raus als diesem sündenkeller. ich ging über den burghof und zum saal. dann stürmte ich wütend die dunkle treppe hinunter, die den anderen solche rätsel aufgegeben hatte. irgendwer muss mir bis zum abgang gefolgt sein, glaube ich, denn ich hatte irgendwen gehört. aber das war mir egal. im dunkeln stapfte ich hinab, stufe um stufe und absatz um absatz. nach sieben absätzen stand ich vor einer tür. hier verschnaufte ich erstmal und versuchte, mir zu beruhigen. jarwam, dieses miese a.... ach, egal! nicht dran denken. soll er doch bleiben, wo der pfeffer wächst. nach ein paar minuten hörte das zittern meiner wut auf. ich rief die treppe hinauf nach meinen leuten. nichts. völlig stille. noch einmal. rufen. warten. nichts.

nun stand ich also allein im dunkel, sieben treppenabsätze unter dem saal der burg, vor einer tür. ich schob sie ein wenig auf.

hinter der tür erblickte ich einen flur. aber was für einen! da war nichts von ruine. ganz im gegenteil! da war ein edler dicker roter teppich. da waren spiegel an den wänden. und kerzen tauchten den flur in licht. und gold und brokat verzierten die wände. vorsichtig trat ich ein.

so, liebe leser, und weil ich jetzt eine pause brauche, muss ich euch auf das nächste mal vertrösten mit dem dramatischen fortgang der ereignisse. immerhin habe ich beim letzten mal ja schon angedeutet, dass des zwerges unbedachtheit wieder mal für stress sorgen wird. das erfahrt ihr bald.

und bis dahin alles gute,
eure celewen

hline

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