@nachtblau: ich nenne dich nicht altmodisch. warum sollte ich?
das grundsatzprogramm deiner partei ist sicher ganz in ordnung. aber das, was real an politik herauskommt, ist es das auch? bist du damit zufrieden? was macht dich da so zufrieden?
und wo geht alles, was "linker" ist, an der (welcher?) realität vorbei?
Nein, ich bin nicht zufrieden mit dem, was dabei rauskommt. Mich wundert allerdings auch nicht, was derzeit rauskommt, weil große Koalition einfach nur Schrott ist, das hätte man aus den 60ern eigentlich schon wissen können.
Muss man sich auch mal fragen, was überhaupt "linker" ist, die Grünen sind ja wohl voll im Establishment angekommen, Linkspartei schmückt sich gerne mit tollen (übrigens sozialdemokratischen) Sprüchen, kriegt aber nix gebacken (möchte ja laut eigener Aussage auch nicht regieren, wozu also wählen?), ganz abgesehen davon dass für mich eine Partei in Nachfolge der SED nicht wählbar ist. Die MLPD hat ganz tolle Wahlkampfsprüche die ich voll und ganz unterschreiben würde, aber wer soll das bezahlen was sie sich so vorstellen?
naja, die große koalition bringt's nicht. da sind wir uns einig.
aber die vorgängerregierung war auch nicht das, was man sich von ihr versprach. ihre erste amtshandlung war der beschluss zum ersten auslandseinsatz der bundeswehr (obendrein völkerrechtswidrig). sie hat den einstieg in die privastisierung der rente zu verantworten. sie hat hartz iv erfunden und zugleich die großen unternehmen kräftig entlastet, z.b. durch die senkung der körperschaftssteuer. sozialdemokratisch ist für mich was anderes.
die grünen, naja, brauchen wir uns hier nicht groß unterhalten. ihre wählerschaft ist nicht ohne grund inzwischen besser verdienend als die der fdp.
die linkspartei ist für mich das, was die spd eigentlich sein sollte, aber leider nicht ist. dass sie nicht regieren wolle, stimmt übrigens nicht. sie hat nur vor der bundestagswahl ehrlich eingestanden, dass ihr zum regieren der partner fehlt, weshalb eben opposition angesagt ist. nach der entwicklung, die die bundes-spd seit 1998 genommen hat, ist das nun auch leider kaum verwunderlich. und was die nachfolge der sed angeht: das stimmt. aber in meiner wahrnehmung ist die pds mit diesem erbe wenigstens ehrlich umgegangen und hat daraus lehren gezogen. und ich denke: "man sollte jedem menschen zutrauen, dass er umdenken kann." (heiner geißler) bei der linkspartei sehe ich das, sowohl von den parteistrukturen als auch bei der programmatik und auch bei der politik, die sie real betreibt.
von der mlpd brauchen wir nicht reden. eine partei, die sich in ihrem programm auf die lehren von marx, engels, lenin, stalin und mao beruft, beruft sich auf zwei bis drei lehren zuviel. von stalinisten, die vornehmlich dazu da sind, die bücher ihres vorsitzenden stafan engel ("freund der arbeiterklasse" (stefan engel)) zu verkaufen, möchte ich mich nicht regieren lassen.
Die Linkspartei kann noch so große Sprüche klopfen, da wo sie mitregiert, tut sie das in meinen Augen nicht sonderlich erfolgreich, noch sonderlich anders als die Sozialdemokraten, weil auch sie sich mit Realitäten wie leeren Haushalten, etc. abfinden muss.
Und gerade aus der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit und den alten Schergen aus dem dritten Reich, die in den 50er und 60er Jahren wieder die alten Ämter besetzt haben hätte die Linkspartei besser lernen können, was sie meiner Meinung nach versäumt hat. Folglich eine Partei die für mich nicht wählbar ist.
der vergleich mit den sozialdemokraten gefällt mir. weil: die linkspartei ist das, was die spd eigentlich sein sollte. und wo regiert die linkspartei mit? in berlin. da hat es leere hauhalte, die cdu und spd gemeinsam produziert haben. und dafür finde ich die regierungsarbeit von rot-rot durchaus erfolgreich.
und bezüglich der sed-vergangenheit: was hat die linkspartei deiner meinung nach versäumt?
wenn mal ein mitglied der partei, über die man sich hier nicht groß unterhalten muss, einen beitrag beisteuern darf: die pds hat den bruch mit der sed nicht vollzogen. wie sonst ist das gezerre um die position zu kuba zu verstehen? und wenn ein system, indem die freiheit mit füßen getreten wird, nicht kritisiert werden darf, weil es sich sozialistisch nennt und jede kritik ja dem imperialistischen klassenfeind USA zugute käme, dann hat man eben auch nichts aus dem untergang der DDR gelernt.
und wenn wir mal zur tagespolitik kommen: es gibt wohl kaum eine partei, bei der oppositionsrhetorik und regierungshandeln derart auseinanderklaffen. (noch nicht mal bei den bündnisgrünen.)
das grundsatzprogramm deiner partei ist sicher ganz in ordnung. aber das, was real an politik herauskommt, ist es das auch? bist du damit zufrieden? was macht dich da so zufrieden?
und wo geht alles, was "linker" ist, an der (welcher?) realität vorbei?
Muss man sich auch mal fragen, was überhaupt "linker" ist, die Grünen sind ja wohl voll im Establishment angekommen, Linkspartei schmückt sich gerne mit tollen (übrigens sozialdemokratischen) Sprüchen, kriegt aber nix gebacken (möchte ja laut eigener Aussage auch nicht regieren, wozu also wählen?), ganz abgesehen davon dass für mich eine Partei in Nachfolge der SED nicht wählbar ist. Die MLPD hat ganz tolle Wahlkampfsprüche die ich voll und ganz unterschreiben würde, aber wer soll das bezahlen was sie sich so vorstellen?
aber die vorgängerregierung war auch nicht das, was man sich von ihr versprach. ihre erste amtshandlung war der beschluss zum ersten auslandseinsatz der bundeswehr (obendrein völkerrechtswidrig). sie hat den einstieg in die privastisierung der rente zu verantworten. sie hat hartz iv erfunden und zugleich die großen unternehmen kräftig entlastet, z.b. durch die senkung der körperschaftssteuer. sozialdemokratisch ist für mich was anderes.
die grünen, naja, brauchen wir uns hier nicht groß unterhalten. ihre wählerschaft ist nicht ohne grund inzwischen besser verdienend als die der fdp.
die linkspartei ist für mich das, was die spd eigentlich sein sollte, aber leider nicht ist. dass sie nicht regieren wolle, stimmt übrigens nicht. sie hat nur vor der bundestagswahl ehrlich eingestanden, dass ihr zum regieren der partner fehlt, weshalb eben opposition angesagt ist. nach der entwicklung, die die bundes-spd seit 1998 genommen hat, ist das nun auch leider kaum verwunderlich. und was die nachfolge der sed angeht: das stimmt. aber in meiner wahrnehmung ist die pds mit diesem erbe wenigstens ehrlich umgegangen und hat daraus lehren gezogen. und ich denke: "man sollte jedem menschen zutrauen, dass er umdenken kann." (heiner geißler) bei der linkspartei sehe ich das, sowohl von den parteistrukturen als auch bei der programmatik und auch bei der politik, die sie real betreibt.
von der mlpd brauchen wir nicht reden. eine partei, die sich in ihrem programm auf die lehren von marx, engels, lenin, stalin und mao beruft, beruft sich auf zwei bis drei lehren zuviel. von stalinisten, die vornehmlich dazu da sind, die bücher ihres vorsitzenden stafan engel ("freund der arbeiterklasse" (stefan engel)) zu verkaufen, möchte ich mich nicht regieren lassen.
Und gerade aus der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit und den alten Schergen aus dem dritten Reich, die in den 50er und 60er Jahren wieder die alten Ämter besetzt haben hätte die Linkspartei besser lernen können, was sie meiner Meinung nach versäumt hat. Folglich eine Partei die für mich nicht wählbar ist.
und bezüglich der sed-vergangenheit: was hat die linkspartei deiner meinung nach versäumt?
und wenn wir mal zur tagespolitik kommen: es gibt wohl kaum eine partei, bei der oppositionsrhetorik und regierungshandeln derart auseinanderklaffen. (noch nicht mal bei den bündnisgrünen.)