die unmittelbar ökonomisch verwertete arbeit ist es, die heutzutage einen menschen zu einem vollwertig akzeptierten mitglied der gesellschaft macht. wer nicht in diesem sinne arbeitet, sieht sich immer wieder mit abwertenden begriffen wie "faulenzer" und "schmarotzer" konfrontiert.
Würde sich mMn nicht ändern.
meiner auffassung nach steckt dahinter unter anderem ein diskriminierendes erbe aus protestantischem arbeitsethos und sozialistischem "lob der arbeit", das zu einer diskriminierenden unterscheidung in menschen 1. und 2. klasse führt. das bge könnte meiner meinung nach zu einer unterhöhlung dieses erbes und zu einer (dringend notwendigen) neubewertung von arbeit führen.
wie sollte die „neubewertete arbeit“ denn bewertet sein? Was sind das für werte? Mein Arbeitswert: Ich muss arbeiten, weil das Essen fällt nicht vom Himmel auf den Tisch. Manche Menschen haben Glück oder gehen ein Risiko ein – und finden auch nen Job (oder schaffen ihn sich selbst), der ihnen noch Spaß macht. Ist aber eher selten der Fall.
Wir leben leider nicht im Paradies. Man muss arbeiten.
der idee des bedingunslosen grundeinkommens wird oft vorgeworfen, sie sei weltfremd, denn dann würde doch niemand mehr die notwendige arbeit verrichten wollen.
Auch heute wird in vielen Branchen auf Arbeitnehmer aus dem Ausland zurückgegriffen, weil es sich in der „sozialen Hängematte“ zwar nicht so gut schläft wie in einem Himmelbett, aber immerhin lässt es sich schlafen. Das ist - leider - so.
allerdings müssten arbeitgeber vermutlich für vergleichsweise unattraktive tätigkeiten wie müllmann, kanalreiniger oder fließbandarbeiter deutlich tiefer in die tasche greifen als bei vergleichsweise attraktiven tätigkeiten wie model, reporter oder pilot.
Falsch. Das BGE ist ein Kombilohnmodell, das so tut, als wäre es KEIN Kombilohnmodell. Denn es wird ja auch ausgeschüttet, wenn man Arbeit hat. Der Unternehmer zahlt dann, wenn das bge 1000 euro beträgt, natürlich nicht 2000 euro für nen job, sondern vielleicht noch 500 euro drauf. KOMBILOHN.
So schreibt etwa auch Götz Werner: „Nehmen wir hierzu ein weiteres Beispiel: verdient eine ArbeitnehmerIn heute 1.500 EURO netto, ist das gesamte Einkommen abhängig vom Arbeitsplatz und der geleisteten Arbeit bzw. Arbeitszeit. Das gesamte Einkommen muss vom Arbeitgeber gezahlt werden. ..... Bei einem Grundeinkommen von beispielsweise 500 EURO würde sich das Gesamteinkommen des/der ArbeitnehmerIn wie folgt zusammensetzen:
1.000 € Arbeitseinkommen
500 € Grundeinkommen
1.500 € Gesamteinkommen“
(http://www.unternimm-die-zukunft.de/index.php?id=54)
Da spart sich Werner schon mal 5000 euro im Monat – die zahlen jetzt alle, also auch du und ich. Vor allem aber die KMUs - die zahlen bei tausenden von Arbeitsplätzen ihrer Konkurrenten mit. Lustig, nicht wahr? KOMBILOHN.
eine weitere kritik am bedingungslosen grundeinkommen meint, dass dann einfach das kapital und die unternehmen aus deutschland abwandern würden, denn das bge funktioniere nur unter den bedingungen der autarkie, die nunmal nicht möglich sei. letzteres, dass autarkie nicht möglich ist, sehe ich auch so. bei der behauptung der abwanderung von kapital und unternehmen bin ich mir hingegen nicht sicher.
Doch, die großen wandern ab. Die kleinen tun sich damit schwer.
sicherlich setzt das bge ein höheres steueraufkommen voraus, als es heute erhoben wird.
Das höhere Steueraufkommen erbringen dann die KMUs, die immerhin 80% der Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Die röcheln dann mal ordentlich – und müssen Menschen entlassen. Aber is ja wurscht, weil alle kriegen bge.
dass den großen unternehmen und kapitalgesellschaften das nicht passt, ist klar. die schreien ja bei jeder idee zeter und mordio, wenn diese mal nicht ausschließlich die kleinen leute belastet.
Die großen werden heute – dank staatsmonopolkapitalismus - gefördert bis zum umfallen. Förderungen natürlich, dessen Geld zuvor den KMUs (und auch Arbeitnehmern) abgezwackt wurde. Und dann wundert man sich über Monopolbildungen.
nur sollte nicht vergessen werden, dass rund 2/3 der wirtschaftskraft im binnenmarkt geschaffen wird und dieser anteil durch die steigende kaufkraft der bevölkerung gestärkt würde.
Das Problem ist halt: Die Konsumgüter, die man kauft, die müssen auch produziert werden.
außerdem habe ich, bezogen auf personen, gelesen (kann aber leider keine quelle angeben, hinweise sind erwünscht), dass z.b. us-amerikanische staatsbürger, die im ausland leben, bei einem zielland mit geringeren steuern die differenz der gesparten steuern an den us-amerikanischen fiskus zu entrichten hätten. wenn so etwas möglich ist, warum nicht auch bei uns?
ich weiß ja nicht. Ist das durchführbar? Und zudem finde ich das ein bisschen nationalistisch. Warum sollte ich Geld nach Ö überweisen, wenn ich wonders lebe? Nur weil ich Pech hatte und in Ö auf die Welt kam?
Bzgl Inflation habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Sollte ich mal.
Aber sowieso prinzipiell: Wie sollte das BGE deiner Meinung nach finanziert werden? Über die Mehrwertsteuer (Götz) wohl nicht, oder? Das würde mich interessieren.
Würde sich mMn nicht ändern.
meiner auffassung nach steckt dahinter unter anderem ein diskriminierendes erbe aus protestantischem arbeitsethos und sozialistischem "lob der arbeit", das zu einer diskriminierenden unterscheidung in menschen 1. und 2. klasse führt. das bge könnte meiner meinung nach zu einer unterhöhlung dieses erbes und zu einer (dringend notwendigen) neubewertung von arbeit führen.
wie sollte die „neubewertete arbeit“ denn bewertet sein? Was sind das für werte? Mein Arbeitswert: Ich muss arbeiten, weil das Essen fällt nicht vom Himmel auf den Tisch. Manche Menschen haben Glück oder gehen ein Risiko ein – und finden auch nen Job (oder schaffen ihn sich selbst), der ihnen noch Spaß macht. Ist aber eher selten der Fall.
Wir leben leider nicht im Paradies. Man muss arbeiten.
der idee des bedingunslosen grundeinkommens wird oft vorgeworfen, sie sei weltfremd, denn dann würde doch niemand mehr die notwendige arbeit verrichten wollen.
Auch heute wird in vielen Branchen auf Arbeitnehmer aus dem Ausland zurückgegriffen, weil es sich in der „sozialen Hängematte“ zwar nicht so gut schläft wie in einem Himmelbett, aber immerhin lässt es sich schlafen. Das ist - leider - so.
allerdings müssten arbeitgeber vermutlich für vergleichsweise unattraktive tätigkeiten wie müllmann, kanalreiniger oder fließbandarbeiter deutlich tiefer in die tasche greifen als bei vergleichsweise attraktiven tätigkeiten wie model, reporter oder pilot.
Falsch. Das BGE ist ein Kombilohnmodell, das so tut, als wäre es KEIN Kombilohnmodell. Denn es wird ja auch ausgeschüttet, wenn man Arbeit hat. Der Unternehmer zahlt dann, wenn das bge 1000 euro beträgt, natürlich nicht 2000 euro für nen job, sondern vielleicht noch 500 euro drauf. KOMBILOHN.
So schreibt etwa auch Götz Werner: „Nehmen wir hierzu ein weiteres Beispiel: verdient eine ArbeitnehmerIn heute 1.500 EURO netto, ist das gesamte Einkommen abhängig vom Arbeitsplatz und der geleisteten Arbeit bzw. Arbeitszeit. Das gesamte Einkommen muss vom Arbeitgeber gezahlt werden. ..... Bei einem Grundeinkommen von beispielsweise 500 EURO würde sich das Gesamteinkommen des/der ArbeitnehmerIn wie folgt zusammensetzen:
1.000 € Arbeitseinkommen
500 € Grundeinkommen
1.500 € Gesamteinkommen“
(http://www.unternimm-die-zukunft.de/index.php?id=54)
Da spart sich Werner schon mal 5000 euro im Monat – die zahlen jetzt alle, also auch du und ich. Vor allem aber die KMUs - die zahlen bei tausenden von Arbeitsplätzen ihrer Konkurrenten mit. Lustig, nicht wahr? KOMBILOHN.
eine weitere kritik am bedingungslosen grundeinkommen meint, dass dann einfach das kapital und die unternehmen aus deutschland abwandern würden, denn das bge funktioniere nur unter den bedingungen der autarkie, die nunmal nicht möglich sei. letzteres, dass autarkie nicht möglich ist, sehe ich auch so. bei der behauptung der abwanderung von kapital und unternehmen bin ich mir hingegen nicht sicher.
Doch, die großen wandern ab. Die kleinen tun sich damit schwer.
sicherlich setzt das bge ein höheres steueraufkommen voraus, als es heute erhoben wird.
Das höhere Steueraufkommen erbringen dann die KMUs, die immerhin 80% der Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Die röcheln dann mal ordentlich – und müssen Menschen entlassen. Aber is ja wurscht, weil alle kriegen bge.
dass den großen unternehmen und kapitalgesellschaften das nicht passt, ist klar. die schreien ja bei jeder idee zeter und mordio, wenn diese mal nicht ausschließlich die kleinen leute belastet.
Die großen werden heute – dank staatsmonopolkapitalismus - gefördert bis zum umfallen. Förderungen natürlich, dessen Geld zuvor den KMUs (und auch Arbeitnehmern) abgezwackt wurde. Und dann wundert man sich über Monopolbildungen.
nur sollte nicht vergessen werden, dass rund 2/3 der wirtschaftskraft im binnenmarkt geschaffen wird und dieser anteil durch die steigende kaufkraft der bevölkerung gestärkt würde.
Das Problem ist halt: Die Konsumgüter, die man kauft, die müssen auch produziert werden.
außerdem habe ich, bezogen auf personen, gelesen (kann aber leider keine quelle angeben, hinweise sind erwünscht), dass z.b. us-amerikanische staatsbürger, die im ausland leben, bei einem zielland mit geringeren steuern die differenz der gesparten steuern an den us-amerikanischen fiskus zu entrichten hätten. wenn so etwas möglich ist, warum nicht auch bei uns?
ich weiß ja nicht. Ist das durchführbar? Und zudem finde ich das ein bisschen nationalistisch. Warum sollte ich Geld nach Ö überweisen, wenn ich wonders lebe? Nur weil ich Pech hatte und in Ö auf die Welt kam?
Bzgl Inflation habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Sollte ich mal.
Aber sowieso prinzipiell: Wie sollte das BGE deiner Meinung nach finanziert werden? Über die Mehrwertsteuer (Götz) wohl nicht, oder? Das würde mich interessieren.
Liebe Grüße