wähler und wahlforscher beschimpfen
puh. heute mal wieder irgendwelche leute angerufen und gefragt, was sie denn wählen. und was sie so von den politikern und ihrer politik halten. immerhin, heute war mal wieder ein tag, an dem ich keine nazi-wähler dran hatte. ist ja schonmal was. schließlich muss ich bei allen ruhig und freundlich bleiben. ihnen erzählen, was für einen schwachsinn sie ablassen, das ist no go in der wahlforschung. es soll ja die meinung der bürgerinnen und bürger herausgefunden werden.
aber wenn ich ganz ehrlich bin - manchmal ist mir ein böser nazi am telephon lieber als vieles andere, was ich mir so anhören muss. so ein satz: "ich bin rassist" ist übel. aber wenigstens ehrlich. viel öfter muss ich aber hören: "ich hab ja nix gegen ausländer, aber..." und dann kommen wieder diskriminierende klischees, ressentiments, kurz: nazi-scheiße von angeblich ach so demkratischen nicht-nazis. wer immer noch behauptet, dass rassismus nicht aus der mitte der gesellschaft komme, der hat einfach keine ahnung.
wenigstens ab und zu hat man in der wahlforschung glück. wenigstens ab und zu spricht man mit leuten, die ihre wahlentscheidung aufgrund inhaltlicher kriterien treffen. leute, die tatsächlich wissen, was ihre partei so in ihr programm schreibt. das ist echt selten. und wenn, dann sind das in der regel die wähler der kleineren parteien - fdp, linke, grüne. heute hatte ich mal wieder so ein erlebnis. dieses mal mit einem grünen-wähler. auch, wenn das nicht meine partei ist - ich hab mich einfach gefreut, mal jemanden dran zu haben, der wenigsten ein bisschen weiß, wovon der spricht. man wird ja bescheiden in der wahlforschung.
was mir sehr auffällt, ist die steigende zahl bekennender nicht- und ungültigwähler. früher haben diese leute viel häufiger verschämt irgendwas gesagt. oder gar nichts. nicht- und ungültigwählen ist halt sozial immer noch unerwünscht in unserer gesellschaft. nichtwähler werden immerhin statistisch erfasst. aber mich ärgert immer mehr, dass die kategorie "ungültig" noch immer nicht geführt wird in unserem institut. immerhin 1,6 prozent davon waren es bei der letzten bundestagswahl. wer ungültig wählt, gilt immer noch als zu doof, den stimmzettel auszufüllen. stimmt aber zumeist nicht. die leute sind nicht doof. sie machen bewusst ein ganz großes kreuz über den zettel, weil sie das angebot von parteien pauschal nicht mehr für voll nehmen. diese leute sind halt von der öffentlich wahrnehmbaren politik enttäuscht. ich finde das schade, aber es ist zumindest eine bewusste entscheidung. das sollte endlich respektiert werden.
egal. jetzt hab ich genug gemeckert. statt dessen schau ich mal in meine lieblingsblogs, was heute bei anderen so passiert ist. hab euch lieb.
aber wenn ich ganz ehrlich bin - manchmal ist mir ein böser nazi am telephon lieber als vieles andere, was ich mir so anhören muss. so ein satz: "ich bin rassist" ist übel. aber wenigstens ehrlich. viel öfter muss ich aber hören: "ich hab ja nix gegen ausländer, aber..." und dann kommen wieder diskriminierende klischees, ressentiments, kurz: nazi-scheiße von angeblich ach so demkratischen nicht-nazis. wer immer noch behauptet, dass rassismus nicht aus der mitte der gesellschaft komme, der hat einfach keine ahnung.
wenigstens ab und zu hat man in der wahlforschung glück. wenigstens ab und zu spricht man mit leuten, die ihre wahlentscheidung aufgrund inhaltlicher kriterien treffen. leute, die tatsächlich wissen, was ihre partei so in ihr programm schreibt. das ist echt selten. und wenn, dann sind das in der regel die wähler der kleineren parteien - fdp, linke, grüne. heute hatte ich mal wieder so ein erlebnis. dieses mal mit einem grünen-wähler. auch, wenn das nicht meine partei ist - ich hab mich einfach gefreut, mal jemanden dran zu haben, der wenigsten ein bisschen weiß, wovon der spricht. man wird ja bescheiden in der wahlforschung.
was mir sehr auffällt, ist die steigende zahl bekennender nicht- und ungültigwähler. früher haben diese leute viel häufiger verschämt irgendwas gesagt. oder gar nichts. nicht- und ungültigwählen ist halt sozial immer noch unerwünscht in unserer gesellschaft. nichtwähler werden immerhin statistisch erfasst. aber mich ärgert immer mehr, dass die kategorie "ungültig" noch immer nicht geführt wird in unserem institut. immerhin 1,6 prozent davon waren es bei der letzten bundestagswahl. wer ungültig wählt, gilt immer noch als zu doof, den stimmzettel auszufüllen. stimmt aber zumeist nicht. die leute sind nicht doof. sie machen bewusst ein ganz großes kreuz über den zettel, weil sie das angebot von parteien pauschal nicht mehr für voll nehmen. diese leute sind halt von der öffentlich wahrnehmbaren politik enttäuscht. ich finde das schade, aber es ist zumindest eine bewusste entscheidung. das sollte endlich respektiert werden.
egal. jetzt hab ich genug gemeckert. statt dessen schau ich mal in meine lieblingsblogs, was heute bei anderen so passiert ist. hab euch lieb.
darkrond - 15. Nov, 22:25
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